Schulbauprojekt Nankondo


Nachdem wir schon lange nichts mehr von uns haben hören lassen, gibt es doch einige Fortschritte in Nankondo, von denen wir gerne berichten möchten. Nachdem nun seit 2 Jahren einige Klassen in den neuen Klassenzimmern unterrichtet wurden, hat Julius, der Schulleiter, uns nicht nur berichtet, dass die Kinder und Lehrer sehr zufrieden sind, was die neuen Räume angeht, sondern dass dies auch in den Resultaten der Schüler zu sehen ist. Im Schulvergleich des Ssembabule-Distrikts hat die St. Joseph Green Light School einige Plätze gut gemacht, und wir hoffen, dass sich dies weiterhin so positiv entwickeln wird!

In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort, haben wir dann beschlossen, zudem in eine kleine Bücherei zu investieren, die in einem Klassenzimmer angesiedelt wird, aber über die Schule hinaus für den gesamten Ort zugängig ist. Ssima, unser Schreiner, hat die benötigten Bücherschränke gebaut und darüber hinaus wurde das ‚Bücherei-Klassenzimmer‘ von innen verputzt und die Fenster mit Glasscheiben versehen. Weiterhin haben wir den Bau einer neuen Latrine unterstützt, die nun fertig sein müsste (anbei ein Foto des Fundaments). In den nächsten Wochen plant Henry einen erneuten Besuch in Nankondo, bei dem er der Bücherei weitere Bücher, sowie ein Fahrrad, mit dem die Bücherei flexibel werden soll, zur Verfügung stellen wird – geplant ist, dass so Bücher und Zeitungen im Dorf verteilt werden können.

Es geht also voran, bei unserem Schulbauprojekt in Nankondo, und wir hoffen, in 2012 weitere Projekte auf die Beine zu stellen. Wir möchten uns auch an dieser Stelle wieder bei allen bedanken, die sich für dieses Projekt interessieren!


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Ein Forschungsaufenthalt für ihre Masterarbeit in Ruanda hat es Meike ermöglicht, für ein paar Tage einen Abstecher nach Uganda zu machen und Nankondo zu besuchen, hier ihr Bericht:

schule2010 Neues aus Nankondo
In Masaka habe ich zunächst unsere ugandischen Partner Henry und Matia getroffen, die sich frühmorgens von Kampala aus auf den Weg gemacht hatten. Je näher wir Nankondo kamen, desto gespannter war ich und nach einer scharfen Linkskurve sahen wir sie von weitem - das rote Dach der Schule strahlte in der Mittagssonne. Und ich war überrascht, wie grün die Umgebung sein kann, die wir als so trocken und rot-braun staubig kennen gelernt hatten. An der Schule selber erinnerte nicht mehr viel an die Baustelle abgesehen von unserem Betonmischplatz - laut Henry wartet er nur darauf wieder in Betrieb genommen zu werden! Bei diesem Kommentar habe ich direkt angefangen zu schwitzen und verspürte ein leicht müdes allzu gut bekanntes Gefühl in der Schultermuskulatur... Doch dieses Mal waren wir ja 'nur' als Besucher dort und konnten feststellen, dass die Schüler inzwischen begonnen haben hinter der Schule Mais anzubauen und vor der Schule haben sie einen kleinen Garten angelegt. In den Klassenräumen selber konnten wir uns dann nicht nur von der Qualität der neuen Tisch-Bank-Kombinationen überzeugen, sondern waren angenehm überrascht, wie kühl es in den Räumen ist, während die Sonne uns draußen ständig nach Schatten suchen ließ. Und dann wurde ich auch schon wieder nach draußen gerufen, von einer alt bekannten Stimme - Julius, der Schulleiter, konnte kaum glauben, dass wir wieder zurückgekommen waren. Er hat uns dann berichtet, wie positiv sich die neuen Räume und vor allem die Kühle in den Räumen auf die Lernbereitschaft der Kinder auswirkt. Und dann hat er uns stolz gezeigt, wie klar das Wasser ist, dass sie nun im Wassertank sammeln können - es war deutlich klarer als all das Wasser, das wir während unserer Zeit in Nankondo von weit her holen mussten.

klasse2010 Als kleine Erinnerung hatten wir eine ganze Menge Fotos dabei, die Julius an die Kinder verteilen soll bzw. die für das Schulalbum gedacht sind. Beim Anschauen der Fotos kamen wieder all die schönen Erinnerungen an die drei Wochen hoch und für einige Minuten beherrschten Sätze wie : Weißt du noch...? Und ja, an dem Tag... war das anstrengend...! Und all die Steine... und der Sand... und und und...unsere Gespräche. Von der neuen Schule ging es zur alten Schule und insbesondere im direkten Vergleich wird einem klar, was für eine Verbesserung wir da im letzten Jahr schaffen konnten. Weiter ging es dann durch das Dorf, begleitet von 'Mzungu, Mzungu'-Rufen zu unserer 'Mzungu-Campsite', denn auch unseren Gastgebern wollten wir gerne Hallo sagen. Und als wir dort zusammen saßen, wurden wir herzlich eingeladen, doch bald wieder mit einer Gruppe vorbei zu kommen um für einige Zeit das ruhige Familienleben aufzuwühlen.
Mit all diesen Erinnerungen und neuen Eindrücken ging es – schweren Herzens - dann auch schon wieder zurück nach Masaka, wo wir uns zusammengesetzt haben, um über die Zukunft zu diskutieren. Schon als wir uns im letzten Jahr verabschieden mussten war klar, dass Nankondo für uns zu einer Herzenssache geworden war, die uns so schnell nicht los lassen würde. Und nachdem das letzte Jahr so langsam 'verdaut' ist, sind wir - Mikwano Ja Uganda und ACODEF - gemeinsam in die Zukunftsplanung eingestiegen, von der ihr bald an dieser Stelle hören werdet.

Und abschließen möchte ich diesen kurzen Bericht mit den Worten von Julius: "Meike, sag bitte allen diesen Menschen in Deutschland, allen Freunden Nankondos, dass wir Ihnen sehr dankbar sind, dass sie uns diese neue Schule ermöglicht haben. Wir wissen gar nicht, wie wir uns bedanken sollen."

Und bei diesen Worten zum Abschied sah Julius einfach nur richtig glücklich aus.

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Mit vielen tollen Eindrücken und unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck ist inzwischen das gesamte Team aus Uganda zurückgekehrt. Von Schülern, Eltern und Lehrern wurde uns ein großes Dankeschön mit auf den Weg gegeben, das wir an Sie, an unsere Spender und Unterstützer, weitergeben möchten. Sie haben dazu beigetragen, dass für die St. Joseph Green Light School der Traum von einem richtigen Schulgebäude in Erfüllung gegangen ist. Mit Beginn des neuen Schuljahres, Mitte September, können die Schüler der 5. bis 7. Klasse in den neuen Räumlichkeiten unterrichtet werden. Pünktlich zur beginnenden Regenzeit wurde auch der 10.000l Wassertank installiert, der die Trinkwasserversorgung der Schule deutlich verbessert.

Uns werden viele Momente noch lange in Erinnerung bleiben: strahlende Kinderaugen, Schüler, die uns beim Bauen helfen, Dorfbewohner, die sich bei uns für unser Engagement bedanken, gemeinsame Abende mit den Arbeitern am Lagerfeuer und eine farbenfrohe Einweihungsfeier - an diesen Erlebnissen möchten wir Sie gerne teilhaben lassen und haben daher einen kleinen Film zusammen gestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=lYphZmE1uCg

Und noch vor Ort in Uganda haben wir gemeinsam mit unseren Partnern begonnen Zukunftspläne zu schmieden - wir werden Sie auf dem Laufenden halten!

Das Mikwano Ja Uganda-Team 2009
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Tell me and I'll forget.
Show me, and I may not remember.
Involve me, and I'll understand.
(Native American Saying)

"Mikwano Ja Uganda e.V." - als "Freunde Ugandas" wollen wir mit der Förderung von Bildungs- und Ausbildungsprojekten die Lebensbedingungen in Uganda verbessern und eine intensive Partnerschaft zwischen Deutschen und Ugandern aufbauen.

Ein Mensch ist nichts ohne seine Mitmenschen. (Bantu-Sprichwort)

Der Startschuss fällt im Sommer 2009: Unter dem Motto: "Bildung und Zukunft schenken - die Kinder in Nankondo brauchen ein richtiges Schulgebäude!" haben wir uns als Verein das Ziel gesetzt, den Kindern der "St. Joseph Green Light School" eine neue Perspektive zu geben. Im Rahmen eines Workcamps wollen wir mit einer Gruppe von 10 ‚Mzungus' (die örtliche Bezeichnung für ‚Weiße') das bisher provisorisch gezimmerte Schulgebäude durch einen Backsteinbau ersetzen.

Bildung - ein Menschenrecht

bild_vereinstext2 Die Idee, dieses Projekt als Grundstein einer langfristigen Partnerschaft ins Leben zu rufen, entstand im Anschluss an Aufenthalte von Meike in Ostafrika. Über die ugandische "Adella Community Development Foundation" (ACODEF) wurde der Kontakt zu drei Schulen hergestellt, von denen sich eine in der Hauptstadt Kampala befindet, während die anderen beiden in der ländlichen Umgebung von Masaka liegen. Beim Besuch dieser Schulen wurde deutlich, dass Bildung, wie sie für uns selbstverständlich ist, in vielen Entwicklungsländern ein kostbares Gut darstellt, zu dem nicht alle Menschen gleichermaßen Zugang haben. Im Sommer 2008 konnten wir die drei Schulen, dank einiger Spenden aus dem Freundes- und Familienkreis, bereits mit Schulbüchern, Heften und Stiften unterstützen.

bild_vereinstext Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen, haben wir unseren neu gegründeten Verein "Mikwano Ja Uganda e.V." genannt, denn als "Freunde Ugandas" wollen wir mit Ihrer Unterstützung auf die Lebensbedingungen in Uganda aufmerksam machen und diese Schritt für Schritt gemeinsam verbessern.


Nankondo und die St. Joseph Green Light School

Die Entscheidung, mit unserem ersten Projekt im Sommer 2009 die St. Joseph Green Light School in Nankondo zu unterstützen, war schnell gefallen. Ausschlaggebend ist das große Engagement der Lehrer unter einfachsten Bedingungen zu unterrichten, ihre unbändige Freude über die Schulmaterialen, die wir ihnen im letzten Sommer übergeben konnten, sowie die gegenwärtige Situation der Schule. Ihre Gründung im Jahr 2006 bedeutete zwar einen großen Fortschritt für das Dorf, aber aufgrund der vorherrschenden Armut ist die Schule bis heute nur sehr spärlich ausgestattet. Unterricht kann zudem nur stattfinden, wenn es nicht regnet. Darüber hinaus müssen die Kinder täglich den etwa 3 Kilometer langen Weg zur Quelle auf sich nehmen, um frisches Wasser in der Schule zu haben.

Das Nankondo-Schulbauprojekt 2009

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Dank unserer ugandischen Partnern von ACODEF, dem Architekten Fred D. Tuliraba sowie der Unterstützung von Freunden in Deutschland, basiert unser Schulbauprojekt 2009 nun auf einer detaillierten Kostenschätzung sowie verschiedenen Bauzeichnungen. Geplant ist die Errichtung von drei Klassenzimmern, die neben dem Schulunterricht der Dorfgemeinschaft als Versammlungsort dienen sollen. In das Gebäude integrieren wollen wir zudem einen Regenwassertank, so dass den Schülern der bisher etwa drei Kilometer lange Weg zur Wasserstelle erspart werden kann. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 15 000 Euro. Unterstützung erhalten wir auch von den Dorfbewohnern Nankondos, die einen Teil des Bauvorhabens in Eigenleistung erbringen werden. Zudem ist die Bauplanung flexibel angelegt, so dass sie jederzeit an den Spendenstand angepasst werden kann.

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Damit aus diesem Projekt Realität werden kann, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Egal ob für einzelne Backsteine, Fenster, Türen oder Dachbalken - jeder Euro hilft!

Werden auch Sie zu einem Freund Ugandas!